South of the Circle
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South of the Circle – Selbstfindung durch die Antarktis

South of the Circle bannt die Gamer mit dem Flugzeugabsturz des Cambridge-Akademikers Peter während des Kalten Krieges gleich von Beginn an. Aber wo genau ist er denn abgestürzt? Wo befindet er sich und wie bekommt er die benötigte Hilfe zum Überleben?
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Peter und Clara, Gefühle und Geheimnisse, erfolgreiche Karriere und glückliche Liebe – in South of the Circle vom Entwickler State of Play geht es um mehr als nur eine simple Beziehung oder Lebenssimulation. Die Akademiker, gefangen in einem politischen Disput, gehen in dem vom Publisher 11 bit studios vertriebenen Game bis an das kalte Ende der Welt: Dahin, wohin jedwede Entscheidung illusorisch scheint und alte Versprechen im eigenen Gewissenskonflikt deutlich mehr Gewicht erhalten.

Das fast schon filmisch inszenierte Juwel legt im Verlauf einen sehr fesselnden Fokus auf emotionale Handlungen. Dabei stößt es mit den wechselnden Blicken zu Retrospektive beziehungsweise Zukunftsperspektive oft in ein philosophisch anmutendes Meisterwerk vor. Lebensentscheidungen und ihre Konsequenzen aus das private Umfeld sowie den beruflichen Weg werden in den nächsten Spielstunden sehr intensiv beleuchtet.

Die kalte Einöde fördert die Selbsterkenntnis

South of the Circle bannt die Gamer mit dem Flugzeugabsturz des Cambridge-Akademikers Peter während des Kalten Krieges gleich von Beginn an. Aber wo genau ist er denn abgestürzt? Wo befindet er sich und wie bekommt er die benötigte Hilfe zum Überleben? Auf der Suche nach hilfreicher Unterstützung stellt sich sein Umfeld in Kürze als die eisige Antarktis heraus. Auf dem Weg in die Zivilisation oder wenigstens einer belebten Hütte stehen einige Meter in schneebedeckter Kulisse vor dem Spieler. Aber anstatt einfach nur den oft beschriebenen Schritt nach vorn zu gehen, bleibt während des Trips durch die fröstelnde Landschaft sehr viel Zeit – Zeit über sich und die Welt sowie ganz speziell seine eigene Figur im großen Schachspiel nachzudenken.

South of the Circle
Im Spielverlauf erfahren wir immer mehr Details des Protagonisten.

Dabei erfährt der Spieler verschiedene Einblicke in die Vergangenheit Peters und enthüllt Stück für Stück die kleinen Puzzleteile seiner Lebensgeheimnisse. Die eigenen Ambitionen der beruflichen Karriere, der Sog von Status und Macht – all dies hat ihn zu Entscheidungen getrieben, welche seine innerliche Krise heraufbeschworen haben. Mit diesen Erinnerungen zu seinem bisherigen Lebensweg kommt auch die zarte Liebesgeschichte zu seiner Kollegin Clara ans Tageslicht.

Und dank dieser Parallelgeschichte gesellt sich ebenso einiges Kopfkino mehr hinzu. Wenn man Zeit zum Nachdenken hat – und die hat Peter in der Antarktis zu genüge – dann erkennt man oft spät, wie schwer vorher geschehene Dinge und eingeschlagene Wege belasten können. Der Akademiker erkennt die Schwere von Versprechen und wie diese ihn wie Kindheitserinnerungen verfolgen. Nach diesen Einsichten bleibt der Blick in die Zukunft natürlich nicht außen vor. Denn bei einer Antarktisdurchquerung bleiben jetzt immer noch einige Stunden Zeit, um über mögliche Lösungen hinsichtlich dieses persönlichen Dilemmas nachzudenken.

South of the Circle – Charakterbezogenes Gaming in einer meisterhaften Filmkulisse

Die wundervolle Ästhetik und eine im Gaming-Sektor selten erreichte filmgleiche Dimension der Handlungsgeschichte schenken dem Spieler ein spannendes Highlight am Bildschirm. Begleitet wird dieser strategisch platzierte nuancierte Schreibstil außerdem von einer sagenhaft intensiven Sprecherkulisse aus bekannten Serien wie Downton Abbey oder Game of Thrones. Die Gedankenwelt Peters erschafft für den Teilzeittherapeuten daheim noch jede Menge andere Pluspunkte. Zum einen fesselt die immersive Erzählstruktur ungemein. Doch erst der bedeutsame Eigensinn für Raum und Zeit wandelt South of the Circle zu diesem Meilenstein des emotionalen Erlebnisgaming.

South of the Circle
Grafik und Storytelling überzeugen mit viel Liebe zu Detail.

Die Detailliertheit sämtlicher Lebensentscheidungen des Avatars sowie das Motion Capturing der Figuren schafft einerseits einen beeindruckenden Realismus hinsichtlich der emotionalen Tiefe. Andererseits ermöglicht die authentische Kulisse zur Zeit des Kalten Krieges ebenso Anleihen eines spannenden Adventures. Die brillante Einbettung kleiner Geschichten des Umfeldes Peters auf seiner Tour durch die Schneelandschaft veredelt das psychische Meisterwerk nochmals. Und bei der ganzen emotionalen Auseinandersetzung darf der Blick auf die Rettung aus der Einöde in South of the Circle nicht verloren gehen.

EinfachTommy

EinfachTommy

Hi, ich bin Tommy! Ich streame Spiele auf Twitch, veröffentliche Videos auf YouTube und schreibe Artikel – für tolle Menschen im Internet. Mein Ziel ist es aus meinem Hobby, und meiner Leidenschaft für Spiele, mehr zu machen.

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